Nachdem ich mir letzten Mittwoch meine Briefwahlunterlagen abgeholt habe, wollte ich mich im Inet mal schlau machen, wem ich am sinnvollsten meine Erststimme gebe und habe nach den Ergebnissen der 2005er Wahl gesucht. In Nürnberg hat sich´s nämlich gegen die Wöhrl ein paar mal richtig gelohnt das taktisch zu machen…
In meinem Wahlkreis allerdings sehen die Ergebnisse so aus: Wahlbeteiligung ~ 82% (!) und jetzt kommt´s davon dann über 60% (!!) CSU-Erst- und Zweitstimmen. Frustrierend, dann kann ich meine Erststimme auch gleich in den Wind scheißen in Honig versenken.
Naja, mein Erststimmenkandidat sieht wenigstens jung und sympathisch aus. Vielleicht freut er sich ja über ein paar magere Prozentchen…
Da klingelt´s nachmittags, man erwartet nichts böses und dann das:
Ich: Hallo?
Unten: Hallo hier ist die Frau XY von (irgendein längerer Behördenname, der wirklich nicht zu verstehen war). Es geht um die Rundfunkgebühren
Ich: Ja?
Unten: Der Herr Ákos S. ist bei uns gemeldet für Radio- und Fernsehempfang.
Ich: Ja [und? ist das jetzt falsch oder was?].
Unten: Sie wohnen ja in einer Wohnung, dann sind alle Geräte gemeldet, oder?
Ich: Ja
Unten: Dann passt das ja. [Ich: Toll, danke. Und weiter?]. Auf Sie ist ein Auto zugelassen. Also haben Sie ein Auto, richtig?
Ich: Ja [Und? Ist das jetzt verboten? Woher weiß die das eigentlich?]
Unten (etwas süffisanter Tonfall): Tja, dann müssen Sie aber auch Rundfunkgebühren zahlen!
Ich: NEIN MUSS ICH NICHT. Wir sind verheiratet! [ich weiß ja, dass der GrandPrix teuer war, aber was wir zahlen ist doch schon horrend, pay-TV-mäßig genug - oder? Und dass du da unten stehst und blöde Fragen stellst das zahle ich ja auch noch! Und woher hat die Frau eigentlich ihre Informationen?]
Unten (etwas entäuscht): ach dann führen Sie einen Doppelnamen?
Ich: Nein tue ich nicht. Ich heiße so wie ich heiße. In Deutschland darf man auch nach der Hochzeit seinen Namen behalten.
Unten: Oh, das wusste ich gar nicht [tja das steht wohl nicht in ihren umfangreichen Unterlagen zu mir]
Ich: Doch ist aber so. Wäre dann noch was?
Unten (süßlich): Nein, natürlich nicht.
Ich: Na dann schönen Tag noch. (Habe dann die Gegensprechanlage aufgelegt)
2 Sekunden später hat´s bei unserem liebeskummrigen Nachbarn geklingelt… (Der war natürlich nicht so “blöd” die Sprechanlage zu benutzen und hat einfach läuten lassen)
Nachdem ich Euch allen nun genug Zeit gelassen habe… hier die Lösung des Rätsels:
Frage 1: ich war im Nürnberger Tiergarten (richtig, Dani!)
Frage 2: Schabrackentapir (es gibt auch noch andere Tapirarten… vor allem, nachdem ich noch den Vater hinzugefügt hatte, hätte ich die ganz korrekte Antwort erwartet… aber naja… David, ich muss dich leider enttäuschen, Eva hat wirklich schon vor dir die (teils) richtige Antwort gesagt)
Frage 3: Gelbrückenducker (ja, so etwas gibt es…)
Infos dazu:
Frage 4: Bagger, die die Lagune bauen. Die kreativsten Antworten haben hier Eva und Ákos gegeben. David war mit seiner Antwort am dichtesten dran.
Also: David und Dani bekommen ein Stück Schokolade, wenn sie das nächste Mal bei mir sind. Ákos bekommt für seine Kreativität ein Gummibärchen. Und Eva bekommt für eine richtige Antwort UND Kreativität eine Kugel Eis und dieses tolle Bild, das sie an ihre Wohnungstür hängen kann (dann müsst ihr nicht mehr putzen):
Aus gegebenem Anlass starte ich hiermit die “Alle-lieben-Thibaud-Aktion”
Da Thibaud (nähere Infos zur Person gibts hier) einige Informationen zum Next Level nicht erhalten hat ist er sehr traurig und fühlt sich ausgeschlossen. Um sein Selbstbewusstsein wieder aufzubauen rufe ich alle die Thibaud gern haben auf hier zu posten.
Am 12.2. startet das Museum für Naturkunde Berlin, der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) die deutsche Version eines neuen europaweiten Mitmach-Projekes…
Es geht um die Beobachtung der in Europa weit verbreiteten Bänderschnecken (Cepaea nemoralis und Cepaea hortensis). Die Schnecken schützen sich durch ihre Bänderung vor ihren Fraßfeinden = Vögeln und die Farbe ihres Gehäuses gibt quasi an, ob sie aus eher kühlen oder wärmeren Gebieten stammt. Da die Schnecken schon eine ganze Weile beobachtet werden, kann man aus Veränderungen in ihren räumlichen Verteilung dann Rückschlüsse auf deren Evolution ziehen – passend zum Darwin-Jahr 2009.
Also, wer keine “Angst” vor Dreck hat oder sowieso draußen unterwegs ist, kann sich auf dieser webseiteregistrieren und mitbeobachten. Dort gibt´s auch noch mehr allgemeine und genauere (Arterkennung) Infos.
Für alle, die diese interessante Nachricht noch nicht mitbekommen haben: der Boden des Jahres ist die Kalkmarsch!
Kommt leider hier in den südlichen Gefilden Deutschlands nicht vor, sondern beschränkt sich auf Küstengebiete mit Gezeitendynamik (also z.B. an der Nordsee). Und dort freut sich jeder Bauer, wenn er hört, dass er auf einer Kalkmarsch sitz…
was Frau so alles findet, wenn sie etwas Zeit hat… ich erinnere mich ja noch an seine Anfänge, als dann mal die Hymne auf dem Elektro-Keyboard geklimpert wurde… aber das hat schon eine ganz andere Qualität
genießt das (und noch ein paar andere) einfach:
Bin stolz auf unseren Cousin… und frage mich langsam, wann er denn auch mal schläft…